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Inneneinrichtung


Versöhnungskirche (Mai 2009) Hier eine aktuelle Ansicht. Zum Vergrößern bitte Anklicken, Panoramfotos wirken erst dann vernünftig!

Fotogalerie

Für eine vergrößerte Abbildung und erklärenden Text auf das erste Einzelbild klicken.

Architektur: Diese Kirche erschlägt den Besucher nicht mit einer bombastischen Architektur, bei der er sich klein und unbedeutend vorkommt, das Innere ist völlig schlicht und anheimelnd. Anstelle von prunkvoller Ausstattung steht hier das virtuose Spiel mit dem Licht, das eine warme, geborgene und anheimelnde Atmosphäre schafft. Die Decke der Kirche gleicht gigantischen Bienenwaben aus nahtlos aneinander gefügten, riesigen Dreiecken. Keine Ahnung ob sie nur eine optische oder auch eine statische Aufgabe haben.

Der Boden fällt nach vorne zu ab, man sieht also auch vom hinteren Bereich gut nach vorne. Je nach Anzahl der Besucher können einzelne Sektionen der Kirche durch riesige Rollos abgetrennt werden. Stühle oder Bänke fehlen komplett, lediglich an den Seiten gibt es einige Betonstufen auf denen vor allem die „Senioren“ gerne sitzen. (Ich bin dort auch schon gesessen, also keine spitzen Bemerkungen bitte!). Glücklicherweise sitzt man nicht auf dem nackten Boden, sondern auf einem braunen Sisal-Teppich (Ist es Sisal? Rückmeldungen siehe unten) der zwar kratzig ist, aber den Allerwertesten war hält.


Die Gruftie-Ecke Die älteren Semester sitzen hier auf zwei Bankreihen ganz oben oder auf den Betonstufen die zum Kirchenboden führen.

Position der Brüder von Taizé: Die Brüder saßen ursprünglich in einem u-förmigen, betonierten Chorgestühl, das glücklicherweise später wieder abgerissen wurde. Es zeichnete sich durch eine geradezu erfrischende Häßlichkeit aus.


Chorgestühl in den 60er Jahren Damals waren auch noch - wie in französischen Kirchen üblich - Stühle im hinteren Bereich aufgestellt.

Momentan befinden sich die Brüder in einem breiten Mittelteil, der links und rechts von einer getrockneten Buchsbaumhecke begrenzt wird. Diese „Hecke“ besteht aus gebündelten Zweigen, die durch ein Drahtgestell fixiert in Kästen stehen. Jeweils im März und September werden die Zweige mit Hilfe freiwilliger Church-Worker ausgetauscht. Nach dem einmaligen „Heckenschnitt“ werden die Zweige mit einer wachshaltigen Lösung besprüht um ein vollkommenes Austrocknen zu verhindern (Textquelle). Bei uns ist Buchsbaum (Buxus sempervirens) relativ teuer, weil er extrem langsam wächst, in Taizé gibt es ihn in Massen.

2007 wurde die Buchsbaumhecke durch Kunstlaub ersetzt. Aus Sicht der betroffenen Buchsbäume ist das sicher ein Gewinn, aus ästhetischer Sicht quälen mich hier klitzekleine Zweifel.

Die Brüder setzen in ihren weißen Kutten – die sie ausschließlich während des Gebetes tragen - einen zentralen, optischen Akzent. ( In der liturgischen Farbenlehre ist weiß die Farbe des Lichts, der Freude, Reinheit und Klarheit). Ganz vorne sitzen die ältersten Brüder auf Stühlen, der Rest im Anschluss daran auf hölzernen Mediationshockern. Auf beiden Seiten liegen Mikrofone am Boden, die sich jeder Bruder bei Bedarf schnappen kann, wenn ein Beitrag in „seiner“ Sprache an der Reihe ist. Vorne rechts sitzt einer der Brüder am Keyboard und produziert die begleitenden Gitarrenklänge. Ehrlich gesagt habe ich relativ lange gebraucht um das zu merken!

Fenster: Knapp unter der Decke verläuft ein durchgehender, schmaler Fensterstreifen mit einem abstrakten Glasmosaik, das im Licht der tief stehenden Abendsonne in einem warmen Leuchten erstrahlt. Rechts (in „Fahrtrichtung“) an der Längsseite der Kirche befinden sich in regelmäßigen Abständen kleine, quadratische Fenster mit wunderschönen biblischen Glasmosaikmotiven von Frère Eric, bei denen jeweils eine andere Grundfarbe vorherrscht.


Vom Abendlicht wach geküßt Das warme Leuchten des Glasmosaiks trägt viel zu der wunderbaren Lichtstimmung im Inneren der Kirche bei.


Die Frontseite der Versöhnungskirche Eine beschreibende Erklärung der Nummern findet ihr im folgenden Text.

Stofftücher: An der Stirnseite der Kirche dominieren acht meterhohe, lang gezogene, sich nach oben verjüngende, dreieckige „Segel“, die mit dünnen Seilen an der Decke befestigt sind. In gewisser Weise sind sie eines der „Markenzeichen“ von Taizé, wer einmal dort war wird sie sicher nie wieder vergessen. Ihre intensiven, warmen Orangetöne werden durch Lichtstrahler noch verstärkt. Im unteren Bereich leuchten sie durch dahinterstehende Lichtquellen im strahlenden Gelb. Stilisierte Sonnenstrahlen, Lanzenspitzen aus Licht oder Flammenzungen? Vermutlich hat hier jeder seine eigenen Assoziationen.


Die Taizé-Segel Dieses Bild ist untrennbar mit dem Namen Taizé verbunden.

„Altar“(Nr. 2 auf dem Foto): In der Mitte, wo normalerweise der Altar stehen würde, befindet sich ein großer rechteckiger Kasten. Er ist mit 12 (Zahl der Apostel? Sonstige liturgische Bedeutung? Zufall?) Tonrahmen mit abgerundeten Ecken gefüllt. In jedem der Tonrahmen steht eine brennende Kerze in einem Glas.

Die zwei „Spottet-der-Schwerkraft“-Stapel: Links befindet sich ein Stapel aus ca. 40 Tonrahmen (Nr. 1 auf dem Foto). Sie sind gegeneinander verdreht und stehen teilweise auf der Kante. Auch bei solidem Gottvertrauen kann man die Gesetze der Statik und die Attacken der Schwerkraft nicht derart ignorieren, ich gehe deshalb davon aus, dass die einzelnen Rahmen miteinander verbunden sind.

Im Inneren der auf dem Foto weiß umrandeten Rahmen liegen gleichmäßig verteilt ca. 10 zylinderförmige Lampen (farbiges Tonpapier?), die im Gegensatz zu den Kerzen in den restlichen Rahmen ein gelb-oranges Licht verstrahlen. Diese Lampen brennen auch außerhalb der Gottesdienste, wenn die Kerzen gelöscht werden.

Der Stapel rechts (Nr. 3 auf dem Foto) besteht aus ca. 50 Tonrahmen mit ca. 10 Lampen. Dort steht auch das bekannte, schmiedeeiserne Kreuz bei dem die Balken in kleine Herzen auslaufen. Eine schöne und ansprechende Symbolik.


Seid "herz"lich willkommen Ein Kreuz bei dem die Liebe im Vordergrund steht.

Kerzen: Phi mal Auge sind es knapp hundert Kerzen, die während des Gottesdienstes brennen. Wer sie als ehrenamtlicher Feuerwerker vor dem Gebet anzünden muß, ist sicher eine ganze Weile beschäftigt.

Trennwand mit der Kreuzikone (Nr. 4 auf dem Foto): Rechts sieht man eine hölzerne Trennwand, an deren linkem Ende die Kreuzikone steht. An der Bretterwand sind Lampen aus halbkreisförmig gebogenen Streifen (Holzfurnier? Stoff?) befestigt, die beidseits offen sind und ihr Licht dadurch kegelförmig nach oben und unten abstrahlen. Davor steht ein weiterer kleiner Stapel aus ca. 10 Tonrahmen. Hinter der Trennwand liegt rechts der Eingang über den die Brüder den Gottesdienst betreten und verlassen. Diese Wand wurde inzwischen entfernt! (Stand Mai 2009)


Kreuzikone Dieser Bereich der Kirche hat für mich eine ganz starke Ausstrahlung die mich tief berührt.


Das Taizékreuz Ähnlich, aber doch auch vollkommen anders als das inspirierende Vorbild

Kreuzikone: Als Vorbild diente das „Kreuz von San Damiano“. In der Kapelle von San Damiano, unweit von Assisi soll Franziskus von Assisi 1206 beim Gebet die Stimme Gottes gehört haben: „Franziskus, geh hin und stelle mein Haus wieder her, das, wie du siehst, ganz verfallen ist“.

Über dem Kreuz schwebt ein Engel vor dem leeren Grab, links blickt Maria zu Jesus auf, rechts steht "der Jünger den Jesus liebte", der Apostel Johannes. Die Größe der Figuren symbolisierte ihre Wichtigkeit, ein Beispiel für die sogenannte Bedeutungsperspektive (Textquelle)

Nochmal im Überblick

Nummer 1 und 3 sind Stapel aus Tonrahmen mit Kerzen im Inneren. Nummer 2 ist ein großer rechteckiger Kasten, der mit exakt 12 kerzenbestückten, kleineren Tonrahmen gefüllt ist. Nummer 4 ist eine Holzwand mit orangen Lampen, vor der die Taize-Ikone steht. Sie steht deutlich näher beim "Publikum" als 1,2 und 3, dahinter befindet sich der Eingang für die Brüder.  
Hier das Ganze von der rechten Seite und dadurch entsprechend perspektivisch verschoben. Der Stapel 3 verschwindet deshalb hinter der Holzwand 4. Vorne rechts an der Holzwand steht die Kreuzikone. Die Holzwand wurde inzwischen entfernt! (Stand Mai 2009) 
Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh
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