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Taizélieder in der Praxis


Kleine Taizémogelei Ich habe ehrlich gesagt im Gottesdienst relativ lange nach einer echten Gitarre Ausschau gehalten. Die Entdeckung des Keyboards war dann etwas desillusionierend ;-)

Liederhefte: Die Liederheft liegen an jedem Eingang der Versöhnungskirche in kühn geschwungenen, riesigen Stapeln auf. Jedes Jahr erscheint in "Exposition" eine neue Ausgabe.
Neue Lieder 2008: Das Liederrepertoire unterliegt einem ständigen Wandel, manche Titel verschwinden wieder, andere kommen neu hinzu. Frischlinge werden erst auf Herz und Nieren geprüft und stehen zunächst auf einem Extrablatt. Erst wenn sie sich bewährt haben, werden sie in das Liederheft übernommen. Im Liedheft 2007 - 2008 sind zum Beispiel die folgenden Titel neu: Aber du weißt den weg für mich (139), Diamne miluieste (108), Exaudi orationem meam (143), Exomologisthe to Kyrio (112), Il signore ti ristora (140).
Neue Lieder 2009: Das Liederheft 2009-2010 umfaßt 153 Liedtitel. Änderungen: Ein orthodoxes Alleluia weniger, ein Kyrie eleison mehr. Titel 100: Iedere nacht statt Lumière de nos coers. Titel 102: See, I am near statt Souviens-toi de Jésus Christ. Titel 108: Gospodi statt Doamne miluieste. Titel 150: Probude se statt Jésus Christ, o clarté d´en haut. Titel 151: Sfinte Demnezeule statt Vous qui sur lat terre habitez. Titel 152: Sto oko ne vidje. Titel 153: Laetentur coeli.
Typischer Aufbau der Lieder: Meist sehr kurzer (und damit großhirnfreundlicher) Text, häufig aus der Bibel (z.B. Psalmen). Meist vierstimmige Akkorde, sehr einprägsame, einfache, aber keineswegs "simple" Melodien. Starker meditativer Charakter durch die stetige Wiederholung des gleichen Liedes (Ostinatoform).
Begleitendes Akkordinstrument: Einer der Brüder (vorne rechts) spielt "Gitarren"-Akkorde auf einem elektronischen Keyboard. An dieser musikalischen Führungsleine kann sich jeder während des Gesangs entlanghangeln. Ohne diese Unterstützung (z.B. spät abends) erleben manche Lieder eine Turbo- bzw. Schlummervariante.
Liedanzeiger: Ganz vorne in der Kirche befindet sich der digitale Liedanzeiger. Am Ende jeden Stückes erlischt die aktuelle Nummer und das nächste Stück wird bereits angezeigt. Das läßt ausreichend Zeit zum Blättern.
Startritual: Die Liednummer wird angezeigt, einer der Brüder stimmt das neue Lied an. Alte Taizéhasen kennen sowieso fast alle Lieder auswendig und brauchen das Liederheft nur wegen des Titels. Schon nach wenigen Sekunden ist der Gesang daher optimal entfaltet. Auch Taizéfrischlinge fallen schon nach wenigen Wiederholungen ein, am Ende jeder Woche hat sich das persönliche Liedrepertoire drastisch erweitert.
Liedwechsel: Nach einer absolut nicht vorhersehbaren Anzahl von Wiederholungen erlischt die Nummer des aktuellen Liedes, damit wird die letzte Runde eingeleitet. Diese Methode nützt allerdings nur begrenzt, wenn man - wie beispielsweise ich - die Augen meistens geschlossen hat. Um auch Maulwürfe und Kontaktlinsenverlierer schonend auf den Liedwechsel vorzubereiten, steigt der Bruder am Keyboard auf die Bremse (Ritardando = Verlangsamung des Tempos) am Ende singt einer der Brüder noch ein nicht zu überhörendes "Amen" oder "Alleluia. Wer es jetzt immer noch nicht kapiert hat, dem ist nicht zu helfen ;-)
Soli: Die Brüder im Mittelgang haben Mikrophone neben sich liegen und können bei Bedarf die verschiedensprachigen Soli anstimmen. Vorne links in der Kirche ist ein rechteckiger Bereich mit gelben Klebestreifen abgetrennt, dort befinden sich zwei Meditationshocker und zwei Mikrofone für Solisten aus den Reihen der Jugendlichen. Von dort kann auch der Liedanzeiger bedient werden.
Ende des Gottesdienstes: Ausgelöst durch ein nicht erkennbares Zeichen, verlassen die Brüder irgendwann gemeinsam die Kirche, lediglich der Bruder am Keyboard hält noch tapfer die Stellung. In der Pfingstwoche 2007 gingen die Brüder immer während eines Kanons, ob diese Regel allgemeingültig ist kann ich allerdings nicht sagen. Morgens und Mittags finden im Anschluß an die Gottesdienste die Mahlzeiten statt. Sobald die Brüder gegangen sind folgen noch ein, maximal zwei Lieder, dann ist wirklich endgültig Feierabend. Nach den Abendgottesdiensten ist dagegen open end. Der Bruder am Keyboard bleibt immer noch überraschend lange, wenn er auch weg ist übernimmt einer der jugendlichen Solisten die Führung und stimmt die Lieder an. Wenn er (oder sie) dann ebenfalls das Handtuch wirft, herrscht zunächst oft einmal Stille. Irgendwann stimmt aber dann irgend jemand ein Lied an und die anderen fallen ein. Oft wird noch weit nach Mitternacht gesungen, die Kirche ist zum Glück die ganze Nacht offen. Viele verlassen die Kirche singend, auch während des gesamten Tages tauchen immer wieder einzelne Lieder im Bewußtsein auf, jeder Quadratzentimeter in Taizé ist mit diesen wunderbaren Ohrwürmern gepflastert.
Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh
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