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Akustisches Baldrian

Die Magie der Känge

Was zeichnet die Lieder von Taizé aus, was macht sie für MICH ganz persönlich so einzigartig und unvergeßlich? (Eure persönlichen Erfahrungen müssen sich natürlich keineswegs mit den meinen decken!)

Sie sind schlicht: Schlicht keineswegs im Sinne von banal oder simpel, sondern frei von Schnörkeln und Zierrat. Hinter diesen nur scheinbar so "einfachen" Melodien, die sich dem Ohr mühelos, fast spielerisch einprägen, steckt mit Sicherheit sehr viel Erfahrung, Arbeit und musikalisches Wissen.

Die kurzen, mantrartigen Texte prägen sich schon nach wenigen Durchgängen ein. Am Anfang äuge ich meistens noch kurz in das Textheft, aber gegen Ende der Woche fließen die meisten Texte wie von selbst (slawische Zungenbrecher mal ausgenommen) Ich kann die Augen schließen und mich auf die Musik konzentrieren. Durch die vielen Wiederholungen habe ich ausreichend Zeit mich auf ein neues Lied einzustellen, es langsam zu verinnerlichen. Ich kann ein paar Durchgänge nur lauschen, und dann die ersten schüchternen akustischen Eroberungsversuche starten.

Sie sind unglaublich schön: Schönheit ist für mich etwas, das mich tief im Innersten berührt, etwas das sich mit dem beengenden Korsett des Wortes kaum beschreiben läßt. Ich muß sie spüren, erfühlen, mich ihr hingeben. Die Lieder von Tazé haben für mich eine akustische, aber auch eine emotionale und spirituelle Schönheit. In ihnen hat der musikalische Ohrwurm die höchste Stufe der Evolution erreicht.

Sie umhüllen und tragen mich: Taizélieder besitzen ein ungemein hohes „Kuschelpotential“, ich fühle mich geborgen, ruhig und sicher. Die Töne weben einen klingenden Schutzraum, einen spirituellen Farady´schen Käfig in dem mir nichts zustoßen kann. Hier entsteht ein Ort der alles Negative neutralisiert, ein Ort an dem ich loslassen und einfach nur sein kann. Die unterschiedlichsten Emotionen tauchen in mir auf; Freude, Zärtlichkeit, Begeisterung, Ergriffenheit, Friede. Manchmal drängen unvermutet Tränen an die Oberfläche, wenn irgendwelche Altlasten freigespült werden. Taizé beschleunigt das Recycling von Seelenschrott.

Sie vermitteln ein starkes Gemeinschaftgefühl: Ich habe den Eindruck, dass sich bei dem gemeinsamen Gesang eine ungeheure Energie aufbaut, ein starkes Gemeinschaftsgefühl und eine tiefe Verbundenheit mit den Anderen. Ich erhalte eine gewisse Führung, eine Art geistiger Spurrillen, denen ich zusammen mit den Anderen folge. Es ist ein mediativer Sog der mich und alle anderen sanft mit sich trägt.

Sie überfordern mich nicht: Meine Annährung an den Glauben ist noch relativ jung und steht auf töneren Füßen. Diese Lieder sind eine meditative Form des Gebets das mich nicht überfordert, Anbetung ganz tief aus dem Bauch heraus. Bei einem „normalen“ Gebet gerate ich in regelrechten „Prüfungsstress“. Ich soll eine Leistung erbringen, von der ich nicht den leisesten Schimmer habe, wie sie eigentlich aussehen soll. Erschwerend kommt hinzu, dass der „Prüfer“ bisher nicht anwesend war oder ich ihn zumindest noch nicht bewußt wahrgenommen habe. Rückfragen fallen damit auch flach.

Die Lieder helfen mir aus meiner Unsicherheit mich an einen Gott zu wenden, den ich erst seit relativ kurzer Zeit suche. Sie bieten mir ein vermittelndes Medium, ein Werkzeug nach dem ich dankbar greife. Ich kann mich nur von der Energie der Gemeinschaft tragen lassen oder gleichzeitig mit meinem eigenen kleinen Klangfaden am spirituellen Gesamtteppich mitweben. Sie stillen eine Sehnsucht, von der ich lange Zeit nicht gewußt habe, daß sie überhaupt existiert.

Sie begleiten mich: Die Lieder sind nicht nur auf den Gottesdienst beschränkt, sie begleiten mich auch im Alltag. Ich muß nicht mehr bewußt singen, sondern "es" singt in mir. Mein Herz, meine Seele, mein Innerstes, mein weiß der Geier! Oft wird mir erst nach geraumer Zeit bewußt, daß ich eine Taizélied vor mich hinsumme oder singe.

Die CD "Laudate omnes gentes" hat mich fast ein ganzes Jahr beim Frühstück begleitet ohne nur das Geringste von ihrem Zauber und ihrer Ausstrahlung zu verlieren. Welche CD kann das von sich behaupten?

Abschließen möcht ich mit einem Zitat, das die Intensität der Eindrücke in der Versöhnungskirche sehr schön wiedergibt: "

I don’t think I will ever forget the first few notes I heard sung here. There was a resonance and simplicity and yet a presence in sound that was enough to make you catch your breath. It is a sound like no other, and like the drapes of cloth, seemed to move up and outside the church. I cannot recall a more moving experience of sheer joy, reverence, and awe."
(Textquelle: Reflections on Taizé).

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