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Chronik


Frère Roger 12.05.1915 - 23.08.2005. Gründer und Prior der Communauté de Taizé

Etwas "trockene" aber durchaus fesselnde Materie

12.05.1915: Geburt von Roger Louis Schutz-Marsauche in dem kleinen Dorf Provence bei Neuchâtel in der französischen Schweiz. Jüngstes von 9 Geschwistern (7 Schwestern, 1 Bruder). Sein Vater Karl Ulrich Schutz ist ein reformierter Schweizer Pfarrer, seine Mutter Amélie Henriette Schutz-Marsauche eine Französin aus Burgund.

1936 - 1940 Theologiestudium in Lausanne und Straßburg
Diplomarbeit: „Das Mönchsideal bis Benedikt und seine Übereinstimmung mit dem Evangelium“.

1940 Suche nach einem Haus in Frankreich um „zusammen mit anderen die wesentlichen Dimensionen des Christseins zu leben“.

20.08.40 Roger Schutz kauft ein Haus in dem fast menschenleeren burgundischen Dörfchen Taizé in der Nähe von Cluny. Sein Haus steht allen Flüchtlingen aus dem von Deutschland besetzten Südfrankreich in die neutrale Schweiz offen.

Herbst 1942 Während der Abwesenheit von Roger Schutz besetzt die Gestapo das Haus und verschleppt alle Bewohner. Er kann nicht mehr gefahrlos nach Frankreich zurück und bleibt in der Schweiz.

1942 – 44 Aufenthalt in der Schweiz. Wohngemeinschaft mit drei Freunden: Max Thurian (Theologiestudent), Pierre Souvairan (Student der Agrarwissenschaften) und Daniel de Montmollion (Theologie), der später die Töpferei in Taizé aufbaut.

1944 Rückkehr der vier Freunde nach Taizé. Betreuung von zwei Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen in unmittelbarer Nähe.

1948 Der päpstliche Nuntius in Frankreich, Angelo Giuseppe Roncalli (später bekannter unter dem Namen Papst Johannes XXIII ) erteilt den protestantischen Brüdern die Erlaubnis die kleine römisch-katholische Dorfkirche von Taizé für ihre Gottesdienste zu benutzen.

17.04.1949 Am Ostersonntag legen die mittlerweile sieben Brüder von Taizé (Roger Schutz, Max Thurian, Pierre Souvarian, Daniel de Montmollin, Robert Giscard, Axel Lochen, Albert Lacour) ihre Profess ab, mit der sie sich zu einer lebenslangen Bindung an die Gemeinschaft verpflichten. Roger Schutz heißt ab jetzt Frère Roger. „Geburtsstunde“ der Communauté de Taizé. Erster protestantischer Orden seit der Reformation.

1951 Zwei der zwölf Brüder gehen in die Bergbauregion von Montceau-les-Mines, vierzig Kilometer von Taizé entfernt um dort zu wohnen und in den Bergwerken zu arbeiten. Weitere Fraternitäten entstehen später unter anderem in Algerien, Chicago, Großbritannien, Schweden, Rwanda, Brasilien, Bangladesh

Winter 1952/53 Frère Roger verfasst die erste „Regel von Taizé“.

1954 Die Schallplattenaufnahme eine Taizégottesdienstes erhält den Grand Prix de L´Academie Charles Cros. Die gesungen Liturgie von Taizé wird damit schlagartig bekannt.

Gründung einer Molkereigenossenschaft die den Kleinbauern einen fairen Preis und Unabhängigkeit von der weiter verarbeitenden Industrie garantierte. Schon nach wenigen Jahren gehören dieser Genossenschaft mehr als 1200 Bauernhöfe an.

1961-1962 Bau der von Frère Denis Aubert geplanten „Kirche der Versöhnung“ durch 60 freiwillige Helfer der in Deutschland gegründeten Aktion „Sühnezeichen“. Einweihung am 5. und 06.08.62

1962 – 1965 Frère Roger und Frère Max nehmen auf Einladung von Papst Johannes XXIII als Beobachter am Zweiten Vatikanischen Konsil teil.

April 1963 – August 1965 Bau der orthodoxen Kapelle. Aus dieser Zeit stammen die Ikonen, die sich heute noch in Taizé befinden.

1964 Die Brüder bringen ihren Besitz in eine gemeinsam mit fünf Bauernfamilien gegründete landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ein (COPEX). Der Communauté gehört jetzt nur noch das Grundstück auf dem ihr Haus steht. Felder, Vieh und Traktoren gehören allen, der Ertrag wird in gleiche Teile geteilt.

1965 Bau der Krankenstation El Abiodh

Seit 1965 Jährlich ein größeres Jugendtreffen.

1969 Der erste katholische Bruder tritt in den Orden ein, aus dem ersten protestantischen Orden wurde die erste ökumenische Brüdergemeinschaft der Kirchengeschichte.

1970 Der erste katholische Priester (Frère Marcel) tritt in den Orden ein

Ostern 1970 Ankündigung des ersten „Konzils der Jugend“. Da der Begriff „Konzil“ auf kirchenrechtliche Bedenken stieß wird er ab 1979 durch „Pilgerweg des Vertrauens“ abgelöst.

1970 – 74 Intensive, weltweite Vorbereitung des Konzils.

1971 Wegen zunehmendem Platzmangel wird die Westwand der Kirche eingerissen und durch Zelte erweitert.

30.8.74 40.000 Jugendliche aus der ganzen Welt versammeln sich in Taizé.

Ab 1975 Frère Robert und Jacques Berthier entwickeln gemeinsam die charakteristischen „Gesänge aus Taizé“.

1978 Erstes Europäisches Jugendtreffen in Paris (15.000 Teilnehmer)
1979 Europäisches Jugendtreffen in Barcelona (15.000 Teilnehmer)
1980 Europäisches Jugendtreffen in Rom (30.000 Teilnehmer)
Erstes Jugendtreffen in Ostdeutschland (Dresden)
1981 Europäisches Jugendtreffen in London (20.000 Teilnehmer)
1982 Europäisches Jugendtreffen in Rom
1983 Europäisches Jugendtreffen in Paris
1984 Europäisches Jugendtreffen in Köln
1985 Europäisches Jugendtreffen in Barcelona
1986 Europäisches Jugendtreffen in London (19.000 Teilnehmer)

05.10.1986 Papst Johannes Paul II besucht Taizé

1987 Europäisches Jugendtreffen in Rom (24.000 Teilnehmer)
Erstes Ost-West-Jugendtreffen in Lubljana
1988 Europäisches Jugendtreffen in Paris (33.000 Teilnehmer)
1989 Europäisches Jugendtreffen in Breslau (50.000 Teilnehmer)
1990 Europäisches Jugendtreffen in Prag (80.000 Teilnehmer)
1991 Europäisches Jugendtreffen in Budapest (75.000 Teilnehmer)
1992 Europäisches Jugendtreffen in Wien (105.000 Teilnehmer)
1993 Europäisches Jugendtreffen in München (80.000 Teilnehmer)
1994 Europäisches Jugendtreffen in Paris (105.000 Teilnehmer)
1995 Europäisches Jugendtreffen in Breslau (70.000 Teilnehmer)
1996 Europäisches Jugendtreffen in Stuttgart (70.000 Teilnehmer)
1997 Europäisches Jugendtreffen in Wien (80.000 Teilnehmer)
1998 Europäisches Jugendtreffen in Mailand (100.000 Teilnehmer)
1999 Europäisches Jugendtreffen in Warschau (70.000 Teilnehmer)
2000 Europäisches Jugendtreffen in Barcelona (80.000 Teilnehmer)
2001 Europäisches Jugendtreffen in Budapest (70.000 Teilnehmer)
2002 Europäisches Jugendtreffen in Paris (80.000 Teilnehmer)
2003 Europäisches Jugendtreffen in Hamburg (55.000 Teilnehmer)
2004 Europäisches Jugendtreffen in Lissabon (40.000 Teilnehmer)
2005 Europäisches Jugendtreffen in Mailand (50.000 Teilnehmer)
2006 Europäisches Jugendtreffen in Zagreb (40.000 Teilnehmer)
2007 Europäisches Jugendtreffen in Genf (40.000 Teilnehmer)
2008 Europäisches Jugendtreffen in Brüssel (40.000 Teilnehmer)
2009 Europäisches Jugendtreffen in Posen (Polen)

16.08.05 Frère Roger wird während des Abendgottesdienstes, vier Tage vor dem 65-jährigen Jubiläum seiner Ankunft in Taizé von einer geistig verwirrten sechsundreißigjährigen Frau mit drei Messerstichen getötet. Der 51-jährige Frère Alois (11.06.54) übernimmt seine Nachfolge.

23.08.05 Trauergottesdienst an dem ca. 12000 Menschen aus allen Ländern teilnehmen.

Textquellen



Das Grab von Frére Roger Ein Zweig mit reifen Kirschen, einige Kerzen. Vor dem Grab stehen Hocker aus Holz, für alle die hier eine Zeit verweilen wollen.

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