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PHILOSO"FISCHE" BETRACHTUNGEN EINES WELSES

philosofischebetrachtungeneineswelses.doc [16 KB] (zum Daun-Loden anklicken!)

Ein kleines Glasaquarium mit einer fröhlich luftperlen-sprudelnden Belüftungs-anlage, in dem der Besitzer, ein wohlbeleibter älterer Herr, zusätzlich regelmäßig das Wasser wechselt.

Drei Goldfische, ein kleiner Wels, etliche Schnecken.

Was mag in diesen Lebewesen vorgehen?

Gehen Sie ganz nahe heran!

Lassen Sie Ihren Atem frei fließen. Befreien Sie sich von allen überflüssigen Gedanken und konzentrieren sie sich nur auf den Wels.

Es ist ein sehr weiser, nachdenklicher Wels und wenn Sie sich wirklich Mühe geben werden plötzlich seine folgenden Betrachtungen zu Ihnen durchdringen:

„Im ganzen bekannten Universum gibt es, abgesehen von den Göttern, nur drei Lebensformen: die Kriechsteine, die Welse und die Unwelse.

Über die Kriechsteine lohnt es sich kaum ein Wort zu verlieren, sie haben praktisch keinen Verstand und gleiten auf sinn- und ziellosen Wegen durch das Universum, bis sie sich nach ihrem Tod wieder in leblose, hohle Steine verwandeln.

Die Unwelse sind eine primitive Vorstufe der Welse, daher haben die Götter sie in abstoßendem Rot gebrandmarkt. Auch fliegen sie unentwegt in unziemliche Hast hin und her, ein Verhalten, das der Würde eines Welses nicht angemessen ist.

Die Krone der Schöpfung ist zweifelsohne der Wels, der als einzige Lebensform ein Bewußtsein der eigenen Existenz entwickelt hat und daher die dominierende Lebensform im Universum ist.

Dank der Gnade der Götter und kraft meines welsigen Intellekts ist es mir vergönnt, dem Leser tiefe Einsichten in das umgebende Universum zu gewähren.

Das Universum hat die Gestalt des heiligen Kubus, nur verdammenswerte Ketzer werden diese Tatsache leugnen. Es versorgt uns mit allem was wir benötigen: Wasser, um frei umherzufliegen, Licht, um seine Schönheit zu genießen und, dank Sumos dem Herrn, Nahrung, um uns zu stärken.

Außerhalb der Grenzen des Universums existiert nur tödliche Leere, in der lediglich die Götter existieren können.

Wo Leere und Wasser aufeinanderprallen, vollzieht sich das nicht endende Wunder der Manifestation von Klonk. Es ist das härteste Material im Universum, härter noch als die Schuppen eines Welses. Es bietet der Berührung Widerstand und die Kriechsteine wandern darüber hinweg, dennoch entzieht es sich auf geheimnisvolle Weise dem Auge.

Ohne seinen Schutz würde die Leere alles Leben auslöschen und ewige Dunkelheit würde sich über uns senken. Es umgibt uns schützend von allen Seiten, nur der Himmel ist frei davon, denn nicht einmal die Götter vermögen Klonk zu durchdringen. Nur im Himmel grenzen Wasser und Leere unmittelbar aneinander und ein tollkühner Wels vermag sogar kurze Zeit seinen Kopf in das Nichts zu strecken.

Es ist entsetzlich!

Niemand vermag dort zu atmen oder gar zu fliegen. Die alten Erzähler berichten von einer entsetzlichen Kraft, die alles Leben unbarmherzig nach unten reißt und dort zerschmettert. Sogar die Götter scheinen diese Kraft zu spüren, sie fliegen nicht frei umher, wie der Wels, sondern verankern sich mit langen Ausläufern auf der Urscheibe, die das Nichts trägt.

Würde Klonk auch das Firmament bedecken, wären wir abgeschnitten von der Gnade der Götter und müßten elend zugrunde gehen. Daher wachen die Götter in ihrer Weisheit über den Strudel des Lebens.

Diese geheimnisvolle Strömung bewegt den Himmel unablässig in magischen Kreisen und verhindert somit die Manifestation von Klonk.

Schimmernde Kugeln aus tödlicher Leere durchbrechen die Oberfläche in ihrem Bemühen das Universum zu vernichten aber die Macht der Götter reißt sie immer wieder zurück.

Sumos ist der größte und mächtigste unter ihnen, ein unfaßbar gewaltiges Gebirge von einem Gott, tausend und abertausend Mal größer als selbst ein Wels. Sobald er sich zeigt, regnet es Nahrung auf die Gläubigen und jeder Wels neigt sich in Demut und Ehrfurcht.

Denn Sumos wacht über die seinen. Sollte jemals eine lückenlose Schicht von Klonk das Firmament überziehen, wären die Gläubigen auf ewig abgeschottet und die Finsternis würde triumphieren. Immer wieder schlägt er diese Gefahr in zähem Ringen zurück und immer wieder erhält seine Macht den Strudel am Leben.

Dieses Ringen kostet ihn entsetzliche Kraft und nach jedem Sieg benötigt er nährendes Wasser um sich zu stärken. In dieser Zeit wankt auch der Mut des stärksten Welses und er verbirgt sich in Angst.

Denn das Wasser erzittert wie in starkem Sturm und entweicht, das Universum schrumpft mit grauenerregender Geschwindigkeit, bis die tödliche Leere alles zu verschlingen droht und selbst die Gläubigen verzagen. Aber Sumos wacht über uns und sobald er sich gestärkt hat, gibt er zurück was er nahm, das Universum füllt sich erneut und Freude und Zuversicht blühen wieder auf.

Möge die Macht Sumos stets mit euch sein!“
COPYRIGHT ©

WERNER DAVID
LUKASFELDSTR. 21
85435 ERDING, 2000
OHL REITS RISÖRFD

Weitere 28 tierisch ernste Artikel rund um den Orientalischen Tanz findet ihr in „Bauches Lust, Bauches Frust“, ISBN 3-8311-1964-3, 139 Seiten, 9,50 Euro. Nähere Infos auf meiner Homepage www.bauches-lust.de

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