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Blitzkorrektur bei massiver Fehlbelichtung

HALT!!! Nicht wegwerfen, es besteht Hoffnung!


Schwarzgraue Trostlosigkeit Scheinbar ein völlig hoffnungsloser Fall, aber eben nur scheinbar.

Wenn ihr ein derart massiv unterbelichtetes Foto korrigieren wollt, lasst ihr am Besten die Finger von Gradationskurven oder Tonwertkorrektur. Hier helfen keine Samthandschuhe, sondern nur die digitale Bearbeitungsgranitkeule.

Stürzt euch deshalb sofort auf die Füllmethoden der Ebenen. Damit legt ihr fest, wie die Pixel einer Ebene die darunter liegenden beeinflussen. (Ganz unten findet ihr auch noch eine speicherschonende Variante mit Einstellungsebenen!)

1. Klickt in der Ebenenpalette (notfalls mit F7 einblenden) mit der rechten Maustaste auf eure Hintergrundebene. Aus den ausgeklappten Vorschlägen wählt ihr „Duplizieren“ (2)
(Alternativ könnt ihr oben in der Kopfzeile „Ebenen“ und dann „Ebenen duplizieren“ anwenden. Oder ihr zieht die Ebene bei gedrückter linker Maustaste unten auf das Symbol „neue Ebene erstellen“ (links neben dem Mülleimer))

2. Die Änderung wird euch vermutlich nicht vom Hocker reißen, augenscheinlich passiert erst mal rein gar nichts.

Geduld!

Klickt auf das blaue Feld mit dem Pfeil neben der Aufschrift „Normal“ (im Foto rot umrandet) um alle Möglichkeiten für Ebenenfüllmethoden einzublenden.

Wählt „negativ multiplizieren“ als Füllmethode, dadurch wird das Bild aufgehellt, ohne dass sich die Farben verändern.



Ha, warum nicht gleich so?! Schon etwas besser, aber bei weitem nicht ausreichend. Dupliziert also die oberste Ebene gleich noch ein weiteres Mal wie oben beschrieben.


Und weil es so schön war, gleich noch einmal!


Mist, das war jetzt eindeutig zu viel des Guten.

Zwei Ebenen wirken noch zu schwach, drei Ebenen stellen bereits den Aufhell-Overkill dar. Eine halbe Ebene wäre also der Stein der Weisen. Es ist zwar eine beklagenswerte Schwachstelle von Photoshop, aber halbe Ebenen sind im Lieferumfang nicht vorgesehen. Glücklicherweise gibt einen einfachen Trick, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Setzt die Maus links neben die Ebenendeckkraft bis sich der Zeiger in eine Hand mit einem Doppelpfeil verwandelt. Wenn ihr jetzt die Maus mit gedrückter linker Maustaste nach links zieht, verringert ihr schrittweise die Ebenendeckkraft (und damit den Effekt der Ebene auf das Bild) bis auf 0%. Dadurch habt ihr eine sehr elegante Möglichkeit zur Feinreuglation des Effektes.

Behaltet das Bild im Auge und zieht die Maus solange hin und her, bis ihr einen für euch optimalen Mittelwert gefunden habt. (Bei mir waren es jetzt 64%)


Geschafft! (Im Screenshot wirkt der Unterschied eher gering, im Original fällt er deutlich stärker ins Auge) Hier noch ein abschließender Vorher – Nachher-Vergleich:


Jetzt kann man sich doch wirklich nicht mehr beschweren!

In der Beschreibung wirkt diese Methode vielleicht etwas umständlich, aber wenn ihr Übung habt, ist die komplette Prozedur in 10 Sekunden gegessen und liefert eine wirklich gute Qualität.

Variante für überbelichtete Fotos

Exakt dieselbe Prozedur könnt ihr auch bei überbelichteten Fotos einsetzen. Hier müsst ihr lediglich die Füllmethode der Ebene auf „multiplizieren“ statt auf „negativ multiplizieren“ stellen, das ist der einzige Unterschied!

Variante mit Einstellungsebenen

Eine speicherplatzsparende Variante mit Einstellungsebenen:

Die oben beschrieben Methode ist unkompliziert und funktioniert einwandfrei. Sie hat aber einen kleinen Nachteil! Jedes Mal wenn ihr die Ebenen dupliziert, verdoppelt ihr zwangsläufig auch die Anzahl der Pixel die auf dieser Ebene hocken. Diese wundersame Pixelvermehrung nimmt mit jeder neuen Ebene weiter zu. Mit der folgenden Methode kommt ihr zum gleichen Ziel, ohne eure Dateigröße in die Stratosphäre zu beamen.

Klickt auf das Symbol für die Einstellungsebenen und wählt Gradationskurven, Tonwertkorrektur, Farbbalance oder Helligkeit/Kontrast aus. Ich habe mich für Gradationskurven entschlossen, letztendlich ist es aber völlig schnurzegal!


Das erscheinende Menue der Gradationskurven bestätigt ihr mit „OK“ OHNE irgendwelche Änderungen vorzunehmen! (Ich weiß, es klingt zunächst etwas bescheuert, macht es bitte trotzdem).


Was um alles in der Welt nützt mir eine Einstellungsebene, an der ich keine Einstellungen vornehme? Nun wir nähern uns der Lösung der Problems elegant von hinten durch die Brust ins Auge. Letztendlich interessiert uns die Einstellungsebene selbst überhaupt nicht, wir brauchen sie lediglich, um durch diese Hintertüre wieder Zugriff auf die Ebenenfüllmethoden zu bekommen!

Genau wie vorher wählt ihr wieder „negativ multipizieren“ als Ebenenfüllmethode.


Und siehe da, ihr habt den gleichen Aufhellungseffekt wie vorher, ohne aber die Pixel der Ebene verdoppelt zu haben.

Wie es jetzt weitergeht wißt ihr bereits. Ihr dupliziert wieder die oben liegende Einstellungsebeneso oft wie erforderlich und reduziert bei der letzten Ebene gegebenenfalls die Deckkraft.

Auch hier könnt ihr exakt dieselbe Prozedur auch bei überbelichteten Fotos einsetzen. Hier müsst ihr lediglich die Füllmethode der Ebene auf „multiplizieren“ statt auf „negativ multiplizieren“ stellen, das ist der einzige Unterschied!

Ihr könnt diese Methode generell immer dann anwenden, wenn ihr mit unterschiedlichen Ebenenfüllmethoden arbeitet.

Einstellungsebenen haben auch den ganz entscheidenden Vorteil, dass ihr „zerstörungsfrei“ arbeitet, ihr könnt der Einstellungsebene hemmungslos die unbeschreiblichsten Scheußlichkeiten zufügen, die Bildpixel bleiben dennoch unverändert und ihr könnt immer wieder auf das Ausgangsbild zurückgreifen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh
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