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Arbeiten mit Einstellungsebenen

Wie lege ich Einstellungsebenen an?

Möglichkeit 1: Wählt oben in der Kopfzeile von Photoshop "Ebene - Neue Einstellungsebene". Aus der aufklappenden Palette müßt ihr einen Ebenentyp auswählen.

Möglichkeit 2: (Siehe Bild rechts) In der Ebenenpalette (über den Befehl "Fenster - Ebenen" oder F7 aufrufen) klickt ihr unten auf das vierte Symbol von rechts ("Neue Füll- oder Einstellungsebene erstellen"). Sobald ihr die Ebene anlegt, öffnet sich automatisch das entsprechende Bearbeitungsmenue und ihr könnte eure Bildkorrekturen vornehmen.

Pfoten weg von euren Originalpixeln!!!

Ein eherner Grundsatz bei jeder Form der Bildbearbeitung sollte sein: "Finger weg von den Originaldaten!" Wer in seiner Originaldatei rummurkst, frißt auch kleine Kinder! Egal was ihr mit eurem Foto Gräßliches anstellt, am Ende müßt ihr immer noch auf die unveränderten Originaldateien zugreifen können.

Korrekturen die ihr im Menue "Bild - Anpassungen" vornehmt, könnt ihr während der Bearbeitung in gewissem Rahmen noch rückgängig machen, auf lange Sicht sind diese Änderungen aber irreversibel! Wenn ihr versehentlich Mist baut und ihr habt keine Kopie eurer Originaldatei mehr, kann euch keine Macht der Welt euer Ausgangsbild zurückgeben.


Vorteile von Einstellungsebenen

Einstellungsebenen funktionieren wie ein Stapel Overheadfolien.
Alles was ihr auf diesen Folien macht, beeinflußt das Aussehen eures Fotos, ihr arbeitet aber immer ausschließlich auf der Folie, nie im Originalbild!
eure Einstellungen (z.B. Grad der Farbsättigung) bleiben gespeichert , ihr könnt sie jederzeit wieder verändern.
durch kurzfristiges Ausblenden der Einstellungsebenen könnt ihr den Effekt einer Bearbeitung gut beurteilen.
durch eine Reduktion der Deckkraft einer Einstellungsebene könnt ihr den Effekt von 0% - 100% auf euer Foto anwenden, damit könnt ihr den Effekt extrem genau steuern.
die gleichzeitig automatisch angelegte Ebenenmaske erlaubt euch den Effekt nur auf Teile des Fotos zu beschränken. Ihr könnt beispielsweise in einer Gegenlichtaufnahme das Gesicht aufhellen, der Rest des Fotos bleibt unverändert.

Welche Bildkorrekturen sind möglich?


Alte Bekannte aus dem "Bild - Anpassungen"-Menue 

Die Liste sollte euch bekannt vorkommen, es sind letztendlich genau die selben Funktionen, die ihr bereits aus dem Menue "Bild - Anpassen" kennt.

Bereits nur mit den drei Ebenen "Gradationskurven", "Tonwertkorrektur" und Farbton/Sättigung" könnt ihr wahre Wunder in einem Foto vollbringen!

Wie arbeite ich mit Einstellungsebenen?

Die Bearbeitung läuft exakt so, wie ihr es aus dem Menue "Bild - Anpassungen" gewohnt seid, ihr müßt euch also segensreicherweise nicht umstellen ;-)

Wie sehen Einstellungsebenen aus?


Ihr seht hier die Ebenepalette mit zwei Einstellungsebenen. Blau unterlegt ist immer die derzeit aktive Ebene (die ihr angeklickt habt).

1. Durch Klick auf das Augensymbol könnt ihr, wie bei allen anderen Ebenen auch, die Ebene kurzfristig ausblenden (und damit den Effekt, den sie bewirkt!), erneutes Klicken blendet sie wieder ein.

2. Beim Klick auf den kleinen Pfeil klappt ein Menue mit verschiedenen Füllmethoden für die Ebene aus. Damit könnt ihr z.B. die darunter liegende Eben aufhellen oder abdunkeln. Diese Option braucht ihr vor allem bei "normalen" Ebenen, bei Einstellungsebenen eher selten.

3. Die Deckkraft der Ebene gibt an, wie stark sich der Effekt auf die untere Ebene auswirkt, hier könnt ihr stufenlos von 0-100% variieren. Habt ihr beispielsweise bei einer Einstellungsebene "Farbton/Sättigung" die Sättigung zu drastisch verstärkt, könnt ihr die Deckkraft dieser Ebene soweit reduzieren, bis euch der Effekt optimal erscheint. (2 und 3 sind Bestandteile der normalen Ebenenpalette, wirken sich aber auch auf die Einstellungsebenen aus).

4. Beim Doppeklick auf dieses Symbol ruft ihr das entsprechende Bearbeitungsmenue dieser Ebene auf, in einer Einstellungsebene Farbton/Sättigung könntet ihr jetzt beispielsweise die Sättigung komplett neu einstellen. Alle eure Einstellungen bleiben gespeichert, ihr könnt sie beliebig oft verändern. Sobald ihr die Einstellungen mit "OK" bestätigt" liegt die Ebene wieder in ihrer platzsparenden Variante vor.

5. Mit jeder Einstellungseben wird automatisch eine Ebenenmaske angelegt, wohl eines der genialsten und leistungsfähigsten Werkzeuge bei der Bildbearbeitung!

Weiß bedeutet dabei 100% Transparenz, d.h. der Effekt der Ebene (z.B. die Sättigung) wirkt sich zu 100% auf die darunterliegenden Ebenen aus.
Schwarz bedeutet 0% Transparenz, d.h. der Effekt wirkt sich überhaupt nicht an.

Sobald ihr eine Einstellungsebene anklickt, ist diese Maske automatisch aktiviert.

Standardmäßig ist die neu angelegte Maske weiß, d.h. sie wirkt sich nicht aus. Mit der Tastenkombination "Strg - i" könnt ihr die Maske invertieren, sie wird dann schwarz und blockiert den Effekt total.

Gräßlich kompliziert, ich weiß, vielleicht hilft ein Beispiel zur Veranschaulichung :-)
(Zum Thema Ebenenmasken kommt auch sicher noch ein ausführlicher Workshop, also keine Panik wenn ihr jetzt etwas verunsichert seid).

Anwendung einer Ebenenmaske


Zwei Einstellungsebenen Farbton/Sättigung Die erste (Ebenenmaske rot umrandet) reduziert die Sättigung im Hintergrund, die zweite (Ebenenmaske gelb umrandet) erhöht die Sättigung des Vogels.

Auf der ersten Einstellungsebene (Ebenenmaske rot umrandet) habe ich die Sättigung reduziert, um den Hintergrund nicht zu dominant werden zu lassen. Diese Entsättigung soll sich selbstverständlich nicht auf den Geier - den ich ja betonen möchte - auswirken.

Deswegen habe ich bei aktivierter Ebene (einfach anklicken), direkt im Bild mit einem schwarzen Pinsel den Geier "ausgemalt". (In Wirklichkeit malt ihr auf einer Einstellungsebene aber nie im Bild, sondern ausschließlich auf der Maske). In der Maske seht ihr nun ein schwarzes Abbild des Geiers, genau in diesen Teilen wirkt sich der Effekt der Einstellungsebene NICHT aus, der Geier selbst bleibt also gesättigt. Den Effekt seht ihr unmittelbar beim Malen, der entsättigte, blasse Geier gewinnt an jeder Stelle die ihr mit dem schwarzen Pinsel übermalt, sofort seine alte Farbe zurück.

Auf der zweiten Einstellungsebene (Ebenenmaske gelb umrandet) habe ich die Sättigung erhöht, diese Änderung soll sich aber nur auf den Geier auswirken. Theoretisch könnte ich jetzt wieder bei aktivierter Einstellungseben die Bereiche um den Geier mit einem schwarzen Pinsel übermalen. Das würde aber gräßlich lange dauern, weil die Fläche sehr groß ist.

Deshalb ein Trick!

Nachdem wir die Einstellungen (Erhöhung der Sättigung) vorgenommen haben, invertieren wir die standardmäßig weiße (und damit voll durchlässige) Ebenenmaske mit dem Tastenkürzel "Strg +i". Die Ebene ist jetzt schwarz, der Effekt wirkt sich also überhaupt nicht auf das Bild aus. Jetzt malen wir wieder den Geier aus, diesmal allerdings mit einem weißen Pinsel! Damit schneiden wir sozusagen ein Loch in die schwarze Ebenenmaske und der Effekt wirkt sich wieder aus.

Fazit:

Ebenenmasken erlauben es mir, alle Korrekturen gezielt nur auf einzelne Bereiche des Bildes anzuwenden! Da ein Foto nur in den seltensten Fällen eine pauschale "Ganzkörperkorrektur" braucht, habt ihr damit ein fantastisches Werkzeug bei der Hand, um jeden Teilbereich eines Fotos optimal zu bearbeiten. Eine Bildbearbeitung ohne eine einzige Ebenemaske kommt bei mir nur in den seltensten Fälle vor, die sich bietenden Mögichkeiten sind einfach zu genial.

Hoffnung ;-)

Ich hoffe ich konnte eure Hemmschwelle in Sachen Einstellungsebenen etwas absenken. Der Umgang mit ihnen ist wesentlich unkomplizierter als es zunächst den Anschein hat.

Macht euch damit vertraut, ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen!

Viel Spaß beim Tüfteln!

Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh
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