Startseite
NEU: BUCHVERÖFFENTLICHUNG!
Taizé
Naturgarten und Bio-Logisches
Kreative Bildbearbeitung
Bauchtanzwonnen
Allgemeiner satirischer Rundumschlag
Downloads

Belichtungskombinationen in Camera Raw

Erster Abzug in Camera Raw

Bei extremen Belichtungssituationen könnt ihr für Lichter und Schatten jeweils einen eigenen Abzug im Raw-Konverter erstellen. Mit Hilfe einer Ebenemaske pickt ihr euch dann das Beste aus jedem Bild.

1. Öffnet euer Bild im Raw-Konverter:

Wenn eure Fotos im Raw-Format abgespeichert sind, landet ihr beim Mausklick auf das Bild in der Bridge automatisch hier. Wollt ihr jgg- oder tif-Dateien öffenen, klickt ihr sie mit der rechten Maustaste in Bridge an und wählt "In Camera-Raw öffnen ..."
Bei diesem ersten "Abzug" lag mein Hauptaugenmerk auf dem Wasser, der Hintergrund ist deshalb zappenduster. Macht aber erst mal überhaupt nichts!


2. Öffnet das Bild:

Wenn ihr die Bearbeitung abgeschlossen habt, drückt ihr bei gehaltener Shift-Taste (Umschalttaste) auf das Icon "Bild öffnen" am unteren rechten Bildrand. Das Bild öffnet sich in Photoshop und wird gleichzeitig in ein Smart Object umgewandelt (Ein Smart Object behält immer eine Kopie der Ausgangsdatei im Safe. Ihr könnt also nach beliebigen Bearbeitungsschritten jederzeit wieder auf das Original zugreifen). In der Ebenenminiatur seht ihr rechts unten das Symbol für ein Smart Object. Mit Doppelklick auf den Ebenennamen könnt ihr die Ebene neu benennen.

3. Kopiert die Ebene (aber anders als gewohnt!!):


Drückt mit der rechten Maustaste auf die Ebene und wählt "Neues Smart Objekt durch Kopie".

(Wichtig: In diesem Fall dürft ihr die Ebene auf keinen Fall wie gewohnt duplizieren, also indem ihr sie auf den Button "Neue Ebene erstellen" zieht, oder nach dem Rechtsklick "Ebene duplizieren" wählt!
Das Ergebnis wirkt zunächst heimtückischerweise absolut identisch. Ihr habt zwei Ebenen mit je einem Smart Object. Wolltet ihr doch, oder?? Wenn ihr jetzt aber eine der Ebenen durch einen Doppelklick auf die Ebenenminiatur wieder im Raw-Konverter öffnet und dort bearbeitet, reagieren BEIDE Ebenen auf diese Änderungen! Der Effekt den ihr eigentlich erreichen wolltet, ist damit komplett beim Teufel, und ihr fragt euch vermutlich vergeblich, was um alles in der Welt denn schief gelaufen ist).


4. Benennt die neue Ebene:

Mit einem Doppelklick auf die Ebene könnt ihr sie neu benennen. Meine Ebene heißt zwar jetzt "hellere Variante", ist aber nach wie vor absolut zappenduster.


Zweiter Abzug in Camera Raw

5. Öffnet das Bild erneut im Raw-Konverter:

Mit enem Doppelklick auf die Ebenenminiatur der obersten Ebene landet ihr erneut im Raw-Konverter. Diesmal optimiert ihr die Belichtung im Hinblick auf den Hintergrund. Die ausfressenden Lichter im Wasser betrachten wir mit stoischer Gelassenheit. Wenn ihr fertig seid bestätigt ihr rechts unten im Menü mit o.K. Wieder landet ihr in Photoshop, jetzt sollten sich die beiden Ebenen allerdings deutlich voneinander unterscheiden.


6. Legt eine Ebenenmaske an:

Durch Klick auf das Symbol unten in der Ebenenpalette erstellt Photoshop eine Ebenenmaske für diese Ebene. Ebenenmasken funktionieren ähnlich wie Overheadfolien, die direkt über dem Bild liegen. Bei der Bearbeitung verändert ihr zwar die Maske, aber ihr krümmt euren Bildpixeln kein einzige Härchen. Die Maske ist weiß, d.h. "durchsichtig", die oberste Ebene ist zu 100% sichtbar, von der unteren, dunkleren Ebene seht ihr kein Fitzelchen.

Einschub: In manchen Fällen ist es erforderlich die Ebenenmaske zu invertieren. (Maske wird schwarz). Bei einer schwarzen Ebenenmaske wird die entsprechende Ebenen komplett ausgeblendet, ihr seht nur die darunter liegende Ebene.
Bei aktivierter (angeklickter) Ebenenmaske gibt es folgende Möglichkeiten sie zu invertieren:

Strg + i (nicht "j", damit kopiert ihr die Ebene)
Vordergrundfarbe ist schwarz: Alt + Backspace (Taste über der Return-Taste): Damit füllt ihr generell eine Fläche oder Auswahl mit der Vordergrundfarbe.
Vordergrundfarbe ist weiß: Strg + Backspace: Damit füllt ihr generell eine Fläche oder Auswahl mit der Hintergrundfarbe). Ihr könnt natürlich auch einfach Vorder- und Hintergrundfarbe über die Taste X vertauschen.
Bei schwarzer Vordergrundfarbe mit dem Füllwerkzeug ins Bild klicken.
wenn ihr mit gehaltener Alt-Taste auf das Ebenenmaskensymbol in der Ebenenpalette klickt, erstellt euch Photoshop sofort eine schwarze Ebenenmaske (standardmäßig ist sie immer weiß)

7. Malt mit einem weichen, schwarzen Pinsel auf der Ebenenmaske:

Aktiviert die Ebenenmaske durch einen Mausklick. Eine aktivierte Ebenenmaske erkennt ihr an dem sie umgebenden dünnen weißen Rahmen. Nun könnt ihr mit einem weichen, schwarzen Pinsel - scheinbar - direkt auf dem überbelichteten Wasser im Bild malen. In Wirklichkeit maskiert ihr die Ebenenmaske mit schwarzer Farbe, an diesen Stellen scheint jetzt die untere, dunklere Ebene durch.

Falls ihr aber mitten im Bild mit schwarzer Farbe wütet, habt ihr die Ebenenmaske nicht aktiviert sonder versaut gerade eure Originalpixel. Gar nicht gut! Mit Strg + Z schleunigst rückgängig machen und die Ebenenmaske mit Klick aktivieren. Nach und nach übermalt ihr jetzt den kompletten Bereich des Wassers, bedarfsweise könnt ihr die Pinselspitze mit den Tasten "ö" und "#" verkleinern bzw. vergrößern.

Weiche Übergänge: Wählt unbedingt eine weiche Pinselspitze. Falls euch die Übergänge trotzdem zu schroff erscheinen, könnt ihr die Deckkraft des Pinsels reduzieren. Ihr malt dann statt Schwarz in Grautönen, d.h. ihr müßt mehrmals über einen Bereich fahren um den selben Effekt zu erreichen, wie bei voller Deckkraft. Bei einem Grafiktablett könnt ihr die Deckkraft vom Druck abhängig machen, das erlaubt stufenlose Übergänge. Last not least könnt ihr die aktivierte Ebenenmaske mit dem Gauschen Weichzeichner absoften, auch damit erhaltet ihr weichere Übergänge. Auch partiell mit dem Pinsel auf den Monitor aufgetragener Weichspüler soll schon geholfen haben ...! :-)

Wenn ihr dann im Schweiße eures Angesichts den letzten Pinselstrich vollendet habt, besitzt ihr eine Kombination aus beiden Bildern: Das Wasser aus der dunkeln Variante, den Hintergrund aus der hellen Variante.

(Auch bei vertauschter Ebenenreihenfolge funktioniert das Ganze, also wenn die dunkle Ebene oben ist (d.h. das Wasser ist hier korrekt belichtet). In diesem Fall würdet ihr auf der Ebenenmaske den unterbelichteten Hintergrund mit Schwarz übermalen, um die hellere Version der unteren Ebene frei zu legen).


Das klingt jetzt vielleicht ziemlich kompliziert, ist aber eine sehr effektive und durchaus auch schnelle Möglichkeit um die Belichtung in einem Bild zu optimieren.

Viel Spaß! ;-)

Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh
Der gewöhnliche Hauptseitenhüpf-Floh

Ein Klick und ihr hüpft auf der zugehörigen Hauptseite.

Sitemap Haftungsausschluß Impressum Nach oben